5 einfache Schritte um zu testen ob dein Hund zu dick ist

Experten gehen davon aus, dass bereits jeder zweite Hund in Industrieländern wie Deutschland, Österreich und Schweiz, zu dick sind. Das führt auch zu einer veränderten Wahrnehmung von uns Menschen, und viele Hundebesitzer können dadurch garnicht richtig abschätzen, ob ihr Vierbeiner noch Idealgewicht hat, oder bereits Übergewichtig ist. Die Folgen von Übergewicht bei Hunden sind meist dramatisch. Mit folgenden Tipps kannst du selbst feststellen, ob es Bedarf für eine Veränderung im Ernährungsplanes deines Hundes gibt.

Experten schlagen Alarm: bereits jeder zweite Hund in Industrieländern leidet an Übergewicht

Wie kannst du feststellen, ob dein Hund zu dick ist?

Zunächst musst du wissen, welches Idealgewicht die Rasse deines Hundes besitzt. Du kannst hierzu einfach im Internet suchen, und findest recht schnell genaue Angaben über das Idealgewicht deines reinrassigen Hundes. Solltest du einen Mischling besitzen, so wird die Sache mit dem Idealgewicht schon schwieriger, da dein Hund aus mehrere Rassen besteht, welche wiederum verschiedene Idealgewichte mit sich bringen. Wenn du nicht die genaue Zusammensetzung der Rasseanteile deines Mischlings kennst, kannst du unseren DNA-Test für Hunde durchführen. Diese Rasse-Analyse teilt dir die exakten Rasse-Anteile deines Lieblings mit, sowie die jeweiligen Idealgewichte.

Bereits jeder zweite Hund ist übergewichtig

Wenn du nun herausfinden möchtest, ob dein Hund zu dick ist, musst du genau hinschauen und vor allem auch genau abtasten. Folgende Schritte solltest du durchgehen und beantworten:

1. Hat dein Hund eine sichtbare Taille?

Betrachte deinen Hund von oben und von der Seite. Wenn du eine Taille erkennen kannst, so ist das ein gutes Zeichen. Sollte dein Hund ein dickes oder voluminöses Fell besitzen, so streiche ihm am besten mit beiden Händen gleichzeitig über die Flanken – also der Teil seines Körpers, welche zwischen seitlichen Unterbauch und Hinterbeine definiert ist (meist ist es die Stelle wo die Körperwand lediglich durch Haut ausgeprägt ist). Wenn du mit deinen Händen von vorne (Brust) bis nach hinten (Hinterbeine) steichst, solltest du nach dem Brustkorb eine deutliche Kurve nach innen ertasten können.

2. Sind die Rippen ertastbar?

Streiche mit der Hand über den Bereich des Brustkorbes von deinem Hund. Du solltest (auch durch dichtes Fell) seine Rippen klar und deutlich spüren können, ohne das du zu fest streichen musst. Wenn du eine kleine Fettschicht erfühlen kannst, ist das völlig normal. Wenn du die Wirbelsäule und die Rippen schon von weitem mit bloßem Auge sehen kannst, dann ist dein Hund wahrscheinlich zu dünn. Es kommt hier natürlich aber auch auf die Rasse an. Bei Windhunden beispielsweise ist es völlig normal, dass man die Rippen bereits mit den Augen erkennen kann.

3. Kannst du die Rippen zählen?

Sollte dein Hund sein Idealgewicht haben, so solltest du seine Rippen ohne Anstrengung abzählen können. Streiche hierzu wie in Schritt 2. wieder einfach mit deiner Hand über Brustkorb und Seite. Wenn du fester drücken musst, um die Rippen fühlen und zählen zu können, so kann man bereits von einer dickeren Fettschicht ausgehen, und dein Hund hat vermutlich 10% bis 15% Übergewicht. Wenn du überhaupt nicht feststellen kannst, wo eine Rippe aufhört und wo die nächste beginnt, dann weicht dein Hund bereits 20% bis 30% von seinem Idealgewicht ab. Er gilt hierbei bereits nach medizinischen Standards als fettleibig und ist ernsthaft krank.

4. Hat dein Hund Fettpolster am Rücken oder Schwanzansatz?

Wenn du mit deiner Hand leicht über den Rücken streichst, solltest du die einzelnen Rückenwirbel der Wirbelsäule erkennen können. Auch die Dornfortsätze solltest du bei jeder Rasse gut erspüren können. Wenn es dir schwer fällt, die einzelnen Wirbel zu erkennen, dann besitzt dein Hund sehr wahrscheinlich Fettpolster am Rücken und Schanzansatz, welche bei Idealgewicht nicht vorhanden sein sollten.

5. Ist dein Hund faul geworden?

Auch anhand der Bewegungsfreude kannst du viel ablesen. Jeder Hund wird natürlich mit der Zeit und voranschreitenden Alter etwas ruhiger. Aber du kennst deinen Hund am besten. Hat seine Aktivität und "Lust am Leben" stark abgenommen? Läuft er nur mehr ein paar Sekunden anstatt mehrerer Minuten, oder musstest du vielleicht deine Laufrunde wegen deinem Begleiter verkleinern, damit dieser nicht außer Atem kommt? Wenn ja, dann stimmt etwas nicht, und du solltest zuerst zum Tierarzt gehen. Übergewicht ist hierbei oft der Ausgangspunkt.

Hunde mit Übergewicht sind weniger aktiv

Ab wann gilt dein Hund als übergewichtig?

Wir kennen alle Hunderassen – von winzig klein bis riesig groß. Unterschiede gibt es immer. Beispielsweise sind Rüden häufiger größer als Hündinnen und ganz individuelle Größenunterschiede gibt es auch noch. Dementsprechend ist es schwierig, definitive Angaben zum Idealgewicht für jeden einzelnen Hund zu machen.

Der Body Condition Score (kurz BCS) wurde entwickelt um das Gewicht von Hunden in fünf Kategorien einteilen zu können. Der Sprung von einer Kategorie zur nächsten bedeutet dabei immer ein Sprung von 10% bis 15% an Körpergewicht.

  • BCS 1/5: Der Hund ist sehr dünn und mager. Über den Rippen ist überhaupt keine Fettschicht mehr zu fühlen. Die Rippen sowie Rückenwirbel sind bei kurzem Fell sehr deutlich zu sehen und er besitzt kaum sichtbare Muskeln.
  • BCS 2/5: Diese Kategorie beschreibt den Hund als untergewichtig. Man kann nur eine sehr dünne Fettschicht über den Rippen fühlen und die Rippen sowie Rückenwirbel sind bei kurzem Fell sichtbar.
  • BCS 3/5: Der Hund hat Idealgewicht. Eine kleine Fettschicht liegt über den Rippen, aber die Rippen selbst sind sind mühelos zählbar. Der Hund besitzt auch eine deutliche Taille.
  • BCS 4/5: In dieser Kategorie hat der Hund bereits 10% bis 15% Übergewicht. Die Rippen und Rückenwirbel sind gerade noch ertastbar, aber nicht mehr einfach zu zählen. Die Taille ist kaum erkennbar. Das Risiko für Krankheiten, Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen steigt bereits erheblich für den Hund in dieser Kategorie.
  • BCS 5/5: Der Hund hat 20% bis 30% Übergewicht. Er leidet bereits an Fettleibigkeit (Adipositas). Die Rippen und Rückenwirbel sind nur mit sehr großer Mühe oder fast gar nicht mehr zu fühlen. Es ist auch ein deutlicher Fettpolster am Rücken und Schwanzansatz erkennbar. Ein derartiges Übergewicht wird bereits als Krankheit gesehen, auch ohne weiteren Problemen wie Diabetes, Herz- oder Gelenkserkrankungen.

Wie weiß ich welches Idealgewicht mein Hund haben soll?

Wenn du einen reinrassigen Hund besitzt, so kannst du dessen Idealgewicht leicht im Internet finden. Solltest du jedoch einen Mischling haben, dann ist es meist etwas schwerer festzustellen, welches Gewicht dein Liebling haben soll. Mit unserem DNA Test für Hunde zur Rassebestimmung kannst du sehr einfach feststellen, aus welchen Rassen dein Hund besteht. Wir geben dir auch für die jeweilige Rasse das Idealgewicht mit, sodass du genau weißt, welche Eigenschaften und Vorgaben dein Hund haben sollte. Diese Analyse der einzelnen Rassen, welche in deinem Hund stecken, helfen dir auch, deinen Hund besser verstehen zu können.

Wenn du darauf achtest, dass dein Hund sein Idealgewicht erreicht und hält, dann verhilfst du deinem Liebling zu einem gesünderen, aktiveren und fröhlicheren Lebensstil und ihr könnt euch beide auf ein längeres Leben freuen.

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